Review: Surface Primer von AMMO by Mig Jimenez

In meinem Artikel über Grundierungen habe ich euch bereits einige Grundlagen über Surface Primer näher gebracht und auf was ihr dabei achten müsst. Um euch bei der Suche nach der perfekten Grundierung zu helfen habe ich mir die Surface Primer von AMMO by Mig Jimenez im Detail angeschaut.

Ammunition of Modeling

Wer sich mit Modellbau beschäftigt, wird AMMO by Mig Jimenez bestimmt kennen und vielleicht schon das ein oder andere Produkt im Einsatz haben. Innerhalb weniger Jahre hat sich der spanische Hersteller zum wahren Game Changer entwickelt und trumpft regelmäßig mit neuen und innovativen Produkten auf. Für diesen Test habe ich mir die Surface Primer in den wohl am meisten benutzten Farben weiß, grau und schwarz angeschaut.

Gute Vorbereitung ist alles

Bevor ich mit dem Grundieren anfange, wische ich mit einem feuchten Tuch über meine Arbeitsunterlage oder sauge mit dem Staubsauger noch einmal durch, damit auch wirklich alles rein und staubfrei ist. Außerdem sorge ich für eine ausreichende Belüftung und setze zusätzlich noch eine Staubmaske auf. Der Sprühnebel des Surface Primers ist sehr fein und findet ohne große Mühe seinen Weg in die Atemwege. Gesundheit geht nunmal vor.

Vor der Anwendung wird der Surface Primer erst einmal gut geschüttelt – und damit meine ich es wirklich ernst. Hier wird die Geduld auf die Probe gestellt. Ein bisschen die Flasche schwenken reicht nicht aus. Ohne jetzt genau die Zeit gemessen zu haben, würde ich sagen das ich die Flasche bestimmt zehn Minuten durchgeschüttelt habe. Für den ein oder anderen mag das bestimmt schon zu viel des Guten sein, mir hat es bei der weiteren Verarbeitung allerdings sehr geholfen.

Profitipp: Achtet bei Produkten von AMMO auf die gelbe Kappe. In den Flaschen befindet sich eine kleine Metallkugel, auch Agitatorkugel genannt, die euch beim durchmischen der Farben die Arbeit erleichtert.

Bevor ich nun den Farbtrichter meiner Airbrush mit dem Surface Primer befülle, jage ich vorher noch ein paar Tropfen Airbrush Cleaner durch die Gun. Damit stelle ich sicher, dass diese wirklich sauber ist und sich keine Farbrückstände mehr in der Düse befinden.

Befindet sich der unverdünnte Primer darauf im Farbtrichter, sprühe ich zum Test ein wenig auf Küchenpapier rum und stelle während des Sprühens den Kompressor auf rund 20psi oder 1,3bar. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

In vier Schritten zur perfekten Grundierung

Nun kann es auch schon losgehen und ja, ihr habt richtig gelesen. Es bedarf nur vier einfacher Schritte um eine perfekt, saubere Grundierung auf euer Modell zu bringen. Im einzelnen beschreibe ich euch meine Vorgehensweise um dies zu erreichen.

Als Testobjekt dienen mir dabei kleine Shot Becher aus dem Supermarkt. Diese sind aus Plastik und haben eine transparente, absolut glatte Oberfläche – also genau richtig für meine Zwecke. Vor dem auftragen der Farbe reinige ich die Becher mit einem fusselfreien Tuch und etwas Spiritus.

1. Einer feiner Farbnebel

Bei einer Entfernung von rund 5cm zwischen Airbrush und zu grundierender Oberfläche tragt ihr nun einen ersten Farbnebel auf. Nebel trifft es hier wirklich gut, der erste Auftrag ist so fein, das er so gut wie gar nicht sichtbar ist.

AMMO by Mig Jimenez Grey Surface Primer

Wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, wirkt der Becher eher angestaubt als grundiert. Dieser Grundauftrag ist sehr fein und stellt die ideale Basis für die nächsten Schichten dar. Nun heisst es wieder geduldig sein.

2. Kontinuierliche Bewegungen

Nach einer etwa zehn minütigen Wartezeit kann es weitergehen. Auch hier gilt es wieder mit höchster Sorgfalt den Primer mit kontinuierlichen Bewegungen aufzutragen. Die Parameter von 1,3bar bei einer Entfernung von gut 5cm zwischen Airbrush und aufzutragender Fläche bleiben dabei immer gleich.

AMMO by Mig Jimenez Grey Surface Primer

Wie ihr gut erkennen könnt, verdichtet sich der graue Farbton und es entsteht ein homogenes Gesamtbild. Wieder warte ich weitere fünf Minuten bis zum nächsten Farbauftrag.

3. Es wird grau

Es gilt nun die dritte Schicht Surface Primer aufzutragen. Auch hier lasse ich wieder größte Sorgfalt walten und sprühe in gleichmäßigen Bewegungen den Primer auf die Oberfläche.

AMMO by Mig Jimenez Grey Surface Primer

Wie man sieht, es entwickelt sich langsam eine homogen wirkende Farbschicht. Die Oberfläche ist dabei absolut glatt und fein. Ein letztes Mal heisst es 5 Minuten warten.

4. Ein rundum gelungenes Ergebnis

Nun wird die finale Schicht Surface Primer aufgetragen. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole aber diese Schicht trage ich besonders behutsam auf. Es wäre einfach schade im letzten Schritt zu hastig zu arbeiten und damit die vorangegangene Arbeit zunichte zu machen.

AMMO by Mig Jimenez Grey Surface Primer

Mit diesem letzten Auftrag ist die Grundierung nach nicht einmal 30 Minuten abgeschlossen und vor mir steht ein perfekt grundiertes Ergebnis, das eine erstklassige Arbeitsgrundlage für nachfolgende Farbschichten liefert.

Fazit

Nachdem man die Grundierung 24 Stunden aushärten lassen hat, kann man in der Regel mit der weiteren Verarbeitung beginnen und die Grundfarbe auftragen. Der Vorteil der verschieden farbigen Surface Primer liegt darin, dass ihr im Zweifel auf die Grundfarbe verzichten könnt.

AMMO by Mig Jimenez Surface Primer in Grey, Black und White

Im Vergleich seht ihr noch einmal die drei Surface Primer in weiß, grau und schwarz, die sich allesamt gleich anwenden lassen. Im Ergebnis ist die Oberfläche des weißen Primers minimal rauer als die der anderen. Die Struktur allerdings ist genauso fein und wirkt nicht grobkörnig.

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und kann den Surface Primer von AMMO by Mig Jimenez absolut empfehlen.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder setzt eher auf Produkte anderer Hersteller? Schreibt es mir in die Kommentare und folgt mir bei Facebook.


Florian

Florian

Designer. Blogger. Sohn. Mein Herz schlägt für Star Wars, Videospiele, Action Toys und gutes Essen.


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