London Reisebericht: Ein Tag im Imperial War Museum und meine Rückreise

Ein herzliches Boshuda und Willkommen zum einem dritten und damit auch letzten Reisebericht meines Abstechers nach London. Nachdem ich eine fantastische Zeit auf der Star Wars Identities und der London Film and Comic Con verbrachte, entschließe ich mich am Sonntag für eine Reise durch die Geschichte.

Für mich bedeutet das, ein Tag im Imperial War Museum, im Zentrum von London. Warum ausgerechnet in ein Museum das sich mit Militärgeschichte auseinandersetzt? Nun, zum einen halte ich Geschichte für unglaublich wichtig. Sie muss bewusst gelebt und am Leben gehalten werden. Die Schrecken des Ersten Weltkriegs liegen noch keine 100 Jahre zurück und sind für die meisten schon vergessen.

Kitchener Propaganda Plakat.

Zum anderen ist Geschichte auf eine gewisse Art auch Science Fiction. Militär und besonders der Krieg selbst, sind immer ein Technologietreiber. Schaut euch nur einmal an, welchen technologischen Sprung die Menschheit in den vier Jahren zwischen 1914 und 1918 gemacht hat. Flugzeuge flogen weiter, schneller und höher. Automobile entwickelten sich genauso rasant. Es wurden gigantische Schritte in der Medizin und Wissenschaft gemacht.

Eine Bombe und ein Sopwith Camel Flugzeug

Zugegeben – alles eine Form des Fortschritts, der primär militärischen Zwecken diente. Am Ende aber auch in unser alltägliches Leben Einzug hielt. Dazu kann ich mir gut vorstellen, dass sich die Soldaten des Ersten Weltkriegs gefühlt haben müssen, als stünden sie Invasoren aus dem All gegenüber, sobald die ersten Panzer das Schlachtfeld betraten.

Ein Panzer aus dem ersten Weltkrieg

Nun aber in einigen, wenigen Worten mein Tagesablauf vom Sonntag den 31. Juli.

10:00 Uhr: Auf dem Weg ins Imperial War Museum

Da mein letzter Besuch schon einige Jahre zurückliegt und ich nicht abschätzen kann, wie viel Zeit ich im Imperial War Museum verbringen werde, mache ich mich rechtzeitig auf. So setzte ich mich also in die Tube und fahre zur Waterloo Station.

Dort angekommen, sehe ich schon einen Pret A Manger, in dem ich etwas zum Frühstück esse. Dabei handelt es sich um eine Art Kette, ähnlich wie Starbucks, die aber ein eher gesünderes Angebot führt. Wer nicht auf klassisch, britisches Frühstück steht ist hier bestens beraten!

12:00 Uhr: Meine Zeitreise beginnt.

Gegen 12 Uhr erreiche ich dann auch schon das Imperial War Museum, ein imposanter, klassizistischer Bau aus den 1930er Jahren. Vor dem Eingang steht ein eindrucksvolles Schiffsgeschütz, das mich empfängt.

Das Imperial War Museum von außen.

Zum Museum selbst und meinem Rundgang habe ich ja bereits alles gesagt, von daher lasse ich hier meine Bildauswahl für sich sprechen und hoffe, dass euch der kleine Einblick gefällt.

Helme und Schutzpanzer

Schilder aus dem Grabenkrieg

Britische Uniformen aus dem ersten Weltkrieg

Eine Granate der Dicken Berta

Britisches Propaganda Plakat

Musterung im ersten Weltkrieg

Rasierzeug aus dem ersten Weltkrieg

Ein Schlagstock aus dem ersten Weltkrieg

Eine Splittergranate aus dem ersten Weltkrieg

Orden und Abzeichen

Gasmasken aus dem ersten Weltkrieg

Eine Protese

Der Besuch im Imperial War Museum ist übrigens kostenlos. Man kann am Eingang aber etwas spenden, um das Museum zu unterstützen.

Letztlich war ich gute sechs Stunden drin und habe dabei mindestens 20 Kilometer zurückgelegt. Ich wollte einfach alles für mich festhalten. Von daher empfehle ich euch beim Besuch genügend Zeit mitzunehmen.

Die Ausstellung hat mich jedenfalls auf mehrere Arten sehr bewegt. Auf der einen Seite meine Faszination für die Technik und auf der anderen die pure Fassungslosigkeit über die unglaublichen Materialschlachten des ersten Weltkriegs.

18:00 Uhr: Den Abend ausklingen lassen.

Nach dem Museum mache ich noch ein wenig die Gegend um Waterloo unsicher, in der man vieles entdecken kann. Angefangen von Bars bis hin zu Modellbau Läden, die sogar noch geöffnet hatten. So konnte ich noch ein wenig bummeln und damit den Abend ausklingen lassen.

Wenig später ging es dann auch zurück in meine Wohnung, um schon einmal den Koffer zu packen, meine Rückreise vorzubereiten und anschließend noch in ein kleines Restaurant in der Nähe um den Tag abzuschließen.

Nun neigt sich auch der Sonntag so langsam dem Ende zu und damit auch meine kleiner Trip nach London. Ganz schön geschafft bin ich von den vier Tagen und den unzähligen Fußmärschen.

Die vielen Eindrücke, abwechslungsreichen Eindrücke muss ich erst einmal verarbeiten. Angefangen bei der Star Wars Identities, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Die London Film & Comic Con, die mir noch mehr Spaß bereitete, als ich es mir hätte vorstellen können und mein Besuch im Imperial War Museum, der thematisch das direkte Kontrastprogramm darstellt.

Alles zusammen tolle Sachen, die mir eine super Zeit in London beschert haben. Somit verlasse ich die Stadt an der Themse mit einem weinenden und einem freudigen Auge und komme bestimmt schon ganz bald wieder zurück.

So, hier endet nun mein Reisebericht. Ich hoffe er hat euch wieder gefallen und vielleicht auch in euch die Lust auf London geweckt. Ich würde mich freuen den ein oder anderen im nächsten Jahr auf der London Film & Comic Con zu treffen!

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Florian

Florian

Konzeptioner und Consultant. Blogger. Sohn. Mein Herz schlägt für Star Wars, Videospiele, Action Toys und gutes Essen.


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