In-Boxed: Bandai TIE Striker im Maßstab 1/72

Pünktlich zum Kinostart von Rogue One: A Star Wars Story kündigte Bandai zahlreiche Modelle wie den Sicherheitsdroiden K-2SO, den U-Wing Fighter der Rebellen oder den TIE Striker an, die in dem Film vorkommen. Der TIE-Striker liegt mir mittlerweile vor und stelle ihn euch hier im Review vor.

TIE/sk x1 Experimenteller Luftüberlegenheitsjäger

Der TIE/sk x1 oder auch TIE Striker gehört zur Serie der TIE Fighter und wurde von Sienar Fleet System als Sternenjäger für das Galaktische Imperium konzipiert und hergestellt.

Der TIE Striker im Luftkampf über Scarif.

Entwickelt um den Luftraum über imperiale Einrichtungen zu sichern, stellt der TIE Striker
eine auf Atmosphärenflüge spezialisierte Form des klassischen TIE Fighters dar. Dank fortschrittlicher Hochgeschwindigkeitsflügel, auf denen sich Solarenergiekollektoren und eine effektive Hitzeaustauschmatrix befinden, erreicht er eine beeindruckende Geschwindigkeit von bis zu 1.500 km/h.

Angeführt von einem Piloten und einem Bombenschützen, ist der TIE Striker mit seinen insgesamt sechs Laserkanonen und Protonenbomben eine furchteinflößende Bedrohung für jeden Gegner.

BANDAI TIE Striker

Der TIE Striker gehört zur Star Wars Vehicle Line die Fahrzeuge und Raumschiffe aus der Prequel-, Original und Sequel Trilogie sowie seit kurzem dem Spin-off Film „Rogue One“ umfasst.

Die Illustration des TIE Striker

Bestellt habe ich den TIE Striker wieder bei Tokyo Model Detective. Für das Modell habe ich rund 18,00 Euro und für den Versand noch einmal 13,00 Euro bezahlt. Nicht ganz billig aber schließlich legt der Bausatz auch einige Tausend Kilometer zurück.

Außerdem beträgt die Lieferzeit bei Tokyo Model Detective nur wenige Tage. Genau das richtige für diejenigen die so ungeduldig sind wie ich.

Die wichtigsten Facts zusammengefasst.

  • Hersteller: BANDAI
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Maßstab: 1/72
  • Typ: Plastikmodell
  • Preis: 16 bis 30 Euro

Legen wir also mit den In-Boxed Review los und schauen uns den TIE Striker von Bandai genauer an.

Packaging und Umfang

Auch mit den neuen Bausätzen zu „Rogue One“ bleibt Bandai bei der gewohnten Verpackung. Ein glänzend schwarzer Karton mit grandiosem Artwork auf dem Decken und zahlreichen kleineren Abbildungen rundherum. Eigentlich viel zu schade um im Schrank zu landen.

Wenn ich mir die gelungene Illustration anschauen liegt es eigentlich nahe das Bandai in Zukunft seinen Modellen doch ein Poster beilegen könnte, oder? Also falls jemand von Bandai hier mitlesen sollte – denkt doch mal drüber nach!

Die Verpackung des TIE Striker von Bandai

An den Seiten finden wir die bereits angesprochenen Abbildungen vom fertigen Modell und darüber hinaus noch einen recht interessanten Text.

This plastic model kit was made with various modeling techniques based on thorough review if actual props and materials from the films to reproduce its style and details.

Für mich klingt das so, als hätte Bandai die originalen Renderings zur Verfügung gestellt bekommen um die Modelle noch mehr an das Original zu bringen. Abwegig wäre das nicht.

Detailansicht der TIE Striker Verpackung

Insgesamt liegen fünf Gießäste, zwei unterschiedliche Decal Varianten und die obligatorische Anleitung dem Bausatz bei. Alles wieder schön in schützenden Klarsichttüten verpackt.

Die einzelnen Sprues des TIE Striker

Schauen wir uns die einzelnen Gießäste oder Sprues wie es neudeutsch heißt, mal genauer an.

Sprue A1

Auf Sprue A1 finden wir ein Solarpanel, mehrere Teile für die Außenhülle und Laserfeuer bei. Bei diesem Sprue setzt Bandai wieder auf das patentierte Multicolor Molding, das es erlaubt bis zu vier unterschiedliche Farbtöne auf einen Sprue zu vereinen.

Überblick über Sprue A1

Wie bei jedem aktuellen Bausatz aus der Star Wars Reihe liegt wieder eine abgeflachte Pilotenfigur bei. Viele finden die etwas sinnlos aber ich finde die ganz gut als Größenvergleich und falls man den TIE Striker eher dezent in Szene setzen möchte.

Detailansicht von Sprue A1

Sprue A2

Auf Sprue A2 befindet sich das zweite Solarpanel, weitere Teile für die Außenhülle, die Klarsichteile für das Cockpit und ein TIE Fighter Pilot in sitzender Position.
Überblick über Sprue A2

Die Solarpanel sind im Detail wirklich gut ausgearbeitet und weisen eine gleichmäßige Struktur auf. Beeindruckend welchen Grad an Genauigkeit Bandai hier insgesamt erreicht.

Detailansicht von Sprue A2

Sprue B

Die Rahmen für die großen Solarpanel, Teile der Tragflächenaufhängung sowie Blasterkanonen.
Überblick über Sprue B

Besonders letztere sehen mit den bereits aufgebohrten Mündungen sehr gut aus. Nacharbeiten sind hier überhaupt nicht nötig.

Detailansicht von Sprue B

Sprue C

Auf Sprue C finden wir weitere Verstrebungen für die Solarflügel, sowie Teile für die Außenhülle und das Cockpit. Die Bodenplatte des Cockpits sowie den Pilotensitz samt Instrumente kennen wir bereits aus früheren Bandai Bausätzen wie dem TIE Fighter, dem TIE Advanced oder dem TIE Interceptor

Überblick über Sprue C

Hier gibt es insgesamt kaum Unterschiede festzustellen. Rein subjektiv würde ich aber sagen, dass bei den vorigen Bausätzen die Gravuren insgesamt etwas feiner ausgearbeitet waren.. Nichtsdestotrotz ist der Detailgrad nach wie vor hervorragend.

Detailansicht von Sprue C

Sprue SWB 15

Im Gegensatz zu dem TIE Interceptor, dem A-Wing oder auch dem TIE Advanced x1 liegt dem Striker eine eher schlicht gehaltene Display Base bei, die wir auf Sprue SWB 15 finden.

Die schwarze Display Base am Sprue SWB 15

Decals

Wie bei jedem Bandai Bausatz liegen wieder zwei Arten von Markierungen bei. Einmal die klassischen Naßschiebebilder und Aufkleber. Diese sind im Handling bedeutend einfacher und vor allem für Anfänger gedacht.

Die unterschiedlichen Decals und Aufkleber für den TIE Striker

Instructions

Schluss dann die obligatorische Anleitung. Im Gegensatz zu früheren Kits, legt Bandai seit geraumer Zeit zweisprachige Anleitungen bei. Diese sind nun in englisch und japanisch gehalten und führen in klaren Schritten durch den Bau.

Das Cover der Bauanleitung

Auf der letzten Seite finden wir ein schön gestaltetes Color Chart, das bei der Bemalung hilft. Auch hier sieht man noch einmal die beeindruckende Größe des TIE Striker.

Der Color Guide mit dem fertigen TIE Striker

Mit dem Color Guide kann man sich die passenden Farben mischen. Der TIE Striker kommt am Ende allerdings mit drei unterschiedlichen Farbtönen aus. Somit stehen auch Anfänger vor einer lösbaren Aufgabe.

Detailansicht der verschiedenen Farben

Fazit

Kommen wir also zur Zusammenfassung. Im Grunde könnt ihr es auch schon denken. Zum wiederholten Male zeigt uns Bandai, dass man jede Menge Details auf 1/72 unterbringen kann und das bei einer überschaubaren Anzahl Bauteile.

Würde ich hier Punkte vergeben, würde der TIE Striker von mir gute 90 von 100 Punkten bekommen. Warum keine glatte 100? Nun, beim Cockpit hätte ich mir insgesamt ein paar mehr Details gewünscht.

Aktuell greift Bandai bei jedem TIE Fighter Modell auf das gleiche Cockpit zurück und auch wenn man am Ende nicht so viel davon sehen kann, wäre es toll wenn in Zukunft das ein oder andere Detail hinzukommen würde.

Wer schon jetzt das Cockpit aufwerten möchte, dem lege ich die PE Detail Sets von Greenstrawberry ans Herz, über die ich bereits mehrfach berichtete.

Jetzt bin ich gespannt auf eure Meinung. Schreibt sie mir in die Kommentare und folgt mir bei Facebook.


Florian

Florian

Konzeptioner und Consultant. Blogger. Sohn. Mein Herz schlägt für Star Wars, Videospiele, Action Toys und gutes Essen.


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