Han Solo: A Star Wars Story – Zu viel Comedy für Lucasfilm?

Rund vier Tage ist es jetzt her, dass Phil Lord und Chris Miller von Lucasfilm gefeuert wurden. Die Nachricht überraschte Fans weltweit und sorgte für schockierte Gesichter. Als Grund nannte man „kreative Differenzen“ zwischen den Regisseuren und Lucasfilm. Nun melden sich Insider zu Wort, die weitere Gründe für das Ende der Zusammenarbeit nennen.

Zuviel Comedy für Star Wars?

Scheinbar spielte Alden Ehrenreich, der den Charakter des Han Solo spielt, eine nicht unwesentliche Rolle in der Angelegenheit. Wie ein Insider berichtet haben Phil Lord und Chris Miller geplant aus dem Film eine Komödie zu machen. So verlangte man von Alden Ehrenreich, dass dieser eine Art Ace Ventura Kopie darstellen solle. All die 90er Jahre Kinder werden sich noch an die durchaus populären Filme erinnern, in denen Jim Carrey den Tierdetektiv Ace Ventura verkörperte.

Für Alden Ehrenreich ein Ding der Unmöglichkeit, denn zum einen passt dies absolut nicht zum eher ersten Charakter des Han Solo und zum anderen wollte er dem Helden seine ganz eigene Note verpassen.

Derart unzufrieden über die Situation, wandte sich Ehrenreich an einen der Produzenten, der diese Bedenken weiter an Kathleen Kennedy trug. Diese sah sich darauf gemeinsam mit Lawrence Kasdan das bereits vorliegende Filmmaterial an und zeigte sich alles andere als Erfreut über das was sie zu sehen bekamen.

Insbesondere Kasdan zeigte sich sehr verärgert, schließlich war er es, der Lord und Miller für das Projekt engagierte. Aufgrund ihrer vorangegangen Arbeit, war er sich sicher, die beiden würden gut zu dem Projekt passen. Wie sie letztlich sein Drehbuch umsetzten gefiel ihm allerdings gar nicht.

So entwickelte sich zwischen Lord und Miller auf der einen, sowie Kennedy und Kasdan auf der anderen Seite, ein Streit, der letztlich zu der Entscheidung führte von nun an getrennte Wege zu gehen.

Han Solo ist nicht Ace Ventura

Sollten die Insider Infos stimmen, kann man letztlich nur froh über die Entscheidung seitens Lucasfilm sein, die beiden Regisseure zu entlassen. Ich meine schaut euch mal bitte den Ace Ventura Trailer oder den ganzen Film an. So soll Han Solo sein? Für mich absolut unvorstellbar.

Schaut man sich den Charakter des Han Solo an, wie ihn Harrison Ford in den Episoden vier bis sechs verkörperte und anschließend nach fast 40-jähriger Abstinenz in Star Wars: Das Erwachen der Macht, so wirkt er eher Ernst und mitunter sarkastisch. Klar, er hat immer einen Spruch auf den Lippen, der gerne mal in den schwarzen Humor abdriftet, doch haben wir Han Solo niemals als komödiantischen Charakter erlebt.

Von daher frage ich mich, was sich Phil Lord und Chris Miller dabei gedacht haben aus Han Solo: A Star Wars Story eine Komödie machen zu wollen. Auf der anderen Seite frage ich mich natürlich auch, wie sowas erst mitten während der Dreharbeiten auffällt. Ich meine, spricht man sich nicht im Vorfeld dazu ab, wie sich der Film gestalten soll?

Oder aber gibt Lucasfilm seinen Regisseuren doch so viel Freiheit, wie es kürzlich Rian Johnson via Twitter verkündete, und schaut erst im laufenden Projekt auf das bereits umgesetzte? Möglich wäre es zumindest. Ich denke in den kommenden Tagen werden wir noch einiges mehr dazu erfahren. Ich könnte mir dazu sogar vorstellen, dass wir sogar geleaktes Filmmaterial zu Gesicht bekommen werden.

So geht es weiter

Wie schon an dieser Stelle berichtet, wird Ron Howard ab sofort das Projekt übernehmen und als Regisseur zu Ende führen. Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung und förderlich für das Projekt. Außerdem ist der Film weiterhin für den 28. Mai 2018 angesetzt und soll demnach nicht verschoben werden. Für alle Fans eine gute Neuigkeit.

Was denkt ihr darüber? Han Solo und Ace Ventura? Geht das zusammen? Schreibt es mir weiter unten in die Kommentare, folgt mir bei Facebook und schaut bei Instagram vorbei.


Florian

Florian

Konzeptioner und Consultant. Blogger. Sohn. Mein Herz schlägt für Star Wars, Videospiele, Action Toys und gutes Essen.


comments powered by Disqus